Aus der Geschichte der Stadt Linden 1892 - 1950

1892
Eine Apotheke, die heute noch bestehende "Linden-Apotheke" wird in Großen-Linden errichtet und ein Arzt läßt sich nieder.

1897
wird in Großen-Linden ein kleines Gaswerk eingerichtet und die Straßen werden durch Gaslaternen erleuchtet.

1902
beginnt der Bau der neuen Schule in der Wilhelmstraße in Leihgestern.

1906
Am 31. Mai stürzt nach einem Unwetter das Kirchenschiff der Leihgesterner Kirche ein, am 09. August 1908 erfolgt die Einweihung des Neubaus.

1907
Es werden nunmehr in Großen-Linden Wasserleitung und Kanalisation in den Straßen verlegt und zur besseren Versorgung das Wasserhaus errichtet.
Italienische Gastarbeiter erbauten das Wasserhaus in Leihgestern.

1908
Auch in Leihgestern beginnt man mit dem Bau von Wasser- und Kanalleitungen.

1913
Großen-Linden und Leihgestern erhalten elektrischen Strom.

1914
Der 1. Weltkrieg beginnt und aus ihm kehren 57 eingezogene Großen-Lindener und 42 Leihgesterner Soldaten nicht mehr zurück.

1929
wird mit dem Bau der Volksschule, der heutigen Großen-Lindener Grundschule, begonnen und diese 1934 eingeweiht.

1939
147 Tote und Vermißte aus Großen-Linden und 123 Gefallene und Vermißte aus Leihgestern fordert der bis 1945 dauernde 2. Weltkrieg.

1944
Bei dem schweren Luftangriff am 06.12. fallen in Leihgestern 1 Wohnhaus und 38 Wirtschaftsgebäude den Flammen zum Opfer.

1950
Durch den Zustrom der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge ist die Einwohnerzahl in Großen-Linden auf über 3.800 und in Leihgestern auf über 2.900 angewachsen und es herrscht Wohnraummangel.