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Neue Bike+Ride-Anlagen sollen nachhaltige Mobilität stärken
Pressemitteilung des Landkreis Gießen
Gemeinschaftsprojekt zum kreisweiten Ausbau von Rad-Infrastruktur kommt zur Umsetzung
Landkreis Gießen. Die Verknüpfung von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr systematisch stärken – diesem Ziel kommen der Landkreis Gießen und acht seiner Kommunen mit dem Ausbau von Bike+Ride-Anlagen an zentralen Bahn- und Bushaltepunkten nach. Dafür hat das Land Hessen eine Förderung von 70 Prozent der Baukosten bewilligt. In Buseck, Hungen, Langgöns, Laubach, Lich, Linden, Lollar und Pohlheim entstehen neue Radabstellanlagen.
„Hand in Hand mit acht unserer Landkreiskommunen möchten wir ein deutliches Zeichen für eine moderne und klimafreundliche Mobilität setzen, die mehr Attraktivität und bessere Bedingungen zur Nutzung des Fahrrads im Alltag, insbesondere für Pendler, zum Ziel hat“, sagt Landrätin Anita Schneider.
Erklärtes Ziel bei der Umsetzung sei es, eine möglichst einheitliche und nutzerfreundliche Handhabung der Anlagen in allen teilnehmenden Kommunen umzusetzen; die Ausgestaltung erfolge jedoch standortbezogen und orientiere sich an der Nachfrage und den örtlichen Gegebenheiten. Eine Besonderheit ist, dass mehrere der abschließbaren Fahrradabstellanlagen per App buchbar sein werden.
13 Anlagen mit 269 Abstellplätzen kommen zur Umsetzung
Die Planungskosten wurden zu 50 Prozent vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) finanziert. Die übrige Hälfte trägt der Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV). Stefan Klöppel, Leiter ZOV-Verkehr, erläutert: „Wir begrüßen das Engagement und die gute Zusammenarbeit für den Bau der neuen Fahrradabstellanlagen. Damit wird der ÖPNV mit Bus und Bahn attraktiver und die umweltfreundliche Nahmobilität gestärkt.“
Das Projekt wurde auf Initiative des Landkreises auf den Weg gebracht und in Abstimmung mit allen Akteuren entwickelt. Der Landkreis übernimmt die Ausschreibung der Bauleistungen. ZOV-Verkehr betreut federführend die Planung. Die Kommunen tragen 30 Prozent der Baukosten, sind Bauherren und späterer Eigentümer der Anlagen. Der RMV und das Planungsbüro IMB-Plan standen beratend zur Seite. Ein wichtiger Kooperationspartner ist auch DB InfraGO bei der Realisierung von Anlagen an den Bahnhöfen.
Insgesamt werden 13 Anlagen an neun Bahnhöfen und zwei Bushaltestellen errichtet. 269 Abstellplätze werden geschaffen, davon rund 40 Prozent besonders geschützt in Fahrradboxen oder Sammelgaragen.
Die genauen Standorte sind:
- Hungen: Bahnhöfe Hungen und Trais Horloff
- Lich: Bahnhöfe Lich und Langsdorf
- Laubach: Haltestelle Busbahnhof
- Buseck: Bahnhof Großen-Buseck (an beiden Seiten des Bahnhofs)
- Pohlheim: Haltestelle Auf der Brücke und Bahnhof Watzenborn Steinberg
- Langgöns: Bahnhof
- Linden: Bahnhof Großen-Linden (an beiden Seiten des Bahnhofs)
Lollar: Bahnhof Friedelhausen
Bildunterschrift:
In acht Landkreis-Kommunen entstehen neue Bike+Ride-Anlagen; Landrätin Anita Schneider hat im Beisein von Beate Bernshausen (in Vertretung für Stefan Klöppel, Leiter ZOV-Verkehr) dazu einen symbolischen Scheck aus der Verkehrsinfrastrukturförderung des Landes Hessen an die Bürgermeister überreicht (v.l.): Dr. Julien Neubert (Lich), Fabian Wedemann (Linden), Andreas Ruck (Pohlheim), Jan-Erik Dort (Lollar), Marius Reusch (Langgöns) und Michael Ranft (Buseck). (Foto: Landkreis Gießen)
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